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Die sich des Vergangenen nicht erinnern,
sind dazu verurteilt,
es noch einmal zu erleben.

"Der Mut im Alltag, das Nichtwegsehen, wenn Menschen beleidigt, belästigt oder gar bedroht werden, die Solidarität mit den Schwachen ist die Voraussetzung für eine Koalition aller Demokraten gegen Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus. Nur wenn wir uns erinnern, wissen wir, dass es dazu keine Alternative gibt."

Monika Wulf-Mathies
aus: argumente, SPD-Bundestagsfraktion

Inhalt:
Gegen  Vergessen - Für Demokratie e. V.
VVN-BdA
Aktion Sühnezeichen
Aktion Courage

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Auf dieser Seite werden Organisationen vorgestellt, die sich bundesweit im Kampf gegen alte und neue Nazis, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren.
Wie wichtig ein solches Engagement ist, zeigen nicht zuletzt die Erfolge der Nazis bei den letzten Landtagswahlen in verschiedenen Bundesländern. Dies und solche Ereignisse wie die von Rostock, Solingen, Mölln, Adelsdorf (siehe Chronik, 10/97), Dolgenbrodt, Eisenach, Guben, Dessau usw. usw. machen deutlich, dass rechtsextreme und rassistische Denk- und Verhaltensweisen keine Randerscheinung sind, sondern mitten in unserer Gesellschaft bestehen. Solange sich die Täter als Vollstrecker eines von ihnen so eingebildeten "Volkswillens" fühlen, werden wir weiterhin mit solchen Taten konfrontiert werden, werden wir weiterhin Überfälle auf Ausländer, Obdachlose und andere Minderheiten erleben. Es darf keine so genannten "befreiten Zonen" in Deutschland geben, in denen Nazis und Glatzköpfe das Straßenbild, das gesellschaftliche Leben durch die Verbreitung von Angst und Schrecken bestimmen! Wir dürfen nicht mehr wegschauen, das Engagement jedes Einzelnen gegen die menschenfeindlichen, rassistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft ist gefordert!

Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.

Der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" e. V. in Bonn wurde 1993 auf Initiative von Bürgerinnen und Bürgern ins Leben gerufen, die als politisch Verfolgte unter der NS-Diktatur und dem kommunistischen Regime der DDR gelitten haben. Sie fanden sich zusammen, um sich gegen extremistische Gewalttaten in unserem Land, die Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen, Fremdenfeindlichkeit und Verteufelung von Minderheiten zur Wehr zu setzen. Zugleich waren sie sich einig in der Absicht, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten und die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Landes zu stärken.

Zu den Gründern des überparteilich orientierten Vereins gehören Verfolgte, Politiker, Wissenschaftler, Pädagogen, Gewerkschafter, Journalisten und Leiter von Gedenkstätten.

  • Wir wollen zur Aufklärung über Ursprünge und Strukturen des Nationalsozialismus beitragen und zur Würdigung seiner Gegner und Opfer. Wir wollen die Erinnerung an Opposition und Widerstand gegen das NS-Regime wachhalten.
  • Wir wollen daran mitarbeiten, die Entwicklung des Kommunismus in unserem Land zu erhellen und auch hier über Widerstand, Verfolgung und erlittenes Unrecht aufklären.
  • Wir wollen helfen, die Auseinandersetzung mit Feindbildern und Rassismus zu fördern. Wir wollen gleichzeitig die Abwehr von Fremdenhaß und Ausländerfeindschaft, von Antisemitismus und anderen Formen des politschen Extremismus vorantreiben.

Kontakt:
"Gegen das Vergessen - Für Demokratie e. V."
Godesberger Allee 139
53175 Bonn
Tel.: 0228/88 32 99
oder über die Homepage

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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA)

Als sich 1945 die Tore der faschistischen Konzentrationslager öffneten, als tausende Hitlergegner aus dem Exil, der Gefangenschaft, der Resistance und den alliierten Truppen in ihre Heimat zurückkehrten, vereinigten sich viele unter dem Grundsatz des Schwurs von Buchenwald: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit unser Ziel."  Zuerst in den Räten der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Als dann aber sehr bald klar wurde, dass Nazirichter wieder zu alten Ehren kamen und Hitlers willige Wegbereiter aus den Konzernen bald die Zuchthäuser verlassen durften, entschloss man sich zur Gründung einer bundesweiten, überparteilichen und überkonfessionellen  Organisation aus ehemaligen Widerstandskämpfern. Das war die Geburt der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" im März 1947.

Der Entschluss, seit Anfang der 70er-Jahre auch  Nichtverfolgte in die Reihen aufzunehmen, entwickelte sich in der VVN zu einem Selbstläufer. Innerhalb kurzer Zeit, nachdem 1973 das Kürzel "BdA" angehängt wurde, traten hunderte Menschen der neuen "VVN-Bund der Antifaschisten" bei.

Mit den Erfahrungen der alten Widerstandskämpfer und der Energie junger Antifaschisten hat die VVN-BdA eine einmalige Kombination, um  neue Wege  im Kampf gegen alte und neue Nazis zu gehen.

Kontakt und mehr Infos über:
VVN-BdA

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Aktion Sühnezeichen, Friedensdienste e. V.

Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste veranstaltet Workcamps und langfristige Freiwilligendiensten in Europa, Israel und in den USA. So setzen junge Menschen Zeichen: Gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung - für Frieden und Toleranz. Sie lernen durch ihre Arbeit; in jüdischen Einrichtungen, Gedenkstätten und Friedensinitiativen arbeiten sie gegen das Vergessen.

Kontakt über die Homepage von Aktion Sühnezeichen

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Aktion Courage e. V. - SOS Rassismus

Aktion Courage - SOS Rassismus ist ein Bundesverband von Gruppen und Einzelpersonen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich aktiv für ein friedliches Zusammenleben von Menschen mit verschiedener Nationalität und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen einsetzen. Er ist unabhängig von politischen Parteien und Organisationen.

Aktion Courage - SOS Rassismus motiviert Menschen, sich im Alltag gegen Diskriminierungen und für den Schutz von AusländerInnen vor Gewalttaten einzusetzen (Aktion Nachbarn schützen Nachbarn, Aktion Courage als Selbstverpflichtung zum Eingreifen).

Aktion Courage - SOS Rassismus geht gegen Diskriminierungen im Alltag vor. Aktion Courage - SOS Rassismus sammelt, dokumentiert und veröffentlicht Diskriminierungstatbestände.

Aktion Courage - SOS Rassismus macht Lobby-Arbeit gegenüber politische Verantwortlichen, um notwendige Gesetze oder Gesetzesänderungen zu erreichen, so z. B. für ein Antidiskriminierungsgesetz oder die doppelte Staatsbürgerschaft.

Aktion Courage - SOS Rassismus geht gegen Polizeiübergriffe gegen AusländerInnen vor, recherchiert und veröffentlicht sie und hat "Forderungen an Politik und Polizei" veröffentlicht. Wir publizieren jährlich eine aktualisierte Dokumentation dazu.

Aktion Courage - SOS Rassismus macht Pressearbeit zu allen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit betreffenden Themen.

Aktion Courage - SOS Rassismus veröffentlicht zweimonatlich einen Informationsdienst mit Aktivitäten der verschiedenen Gruppen in der Bundesrepublik, zur Antirassismusarbeit in Europa und jeweils einem bestimmten Thema.

Aktion Courage - SOS Rassismus vermittelt lokale Gruppen, in denen Interessierte mitarbeiten können.

Aktion Courage - SOS Rassismus unterstützt die Anliegen von lokalen Gruppen, deren Kraft allein zur Durchsetzung nicht ausreicht, z. B. gegenüber einer Stadtverwaltung zur Einrichtung eines multikulturellen Kindergartens.

Aktion Courage - SOS Rassismus arbeitet mit internationalen Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International, mit Antirassismus-Organisationen in Europa im Antirassistischen Netzwerk für Gleichheit in Europa sowie der Internationalen Föderation SOS Rassismus zusammen. Sie berät Gremien auf UN-, Europarats- und EU-Ebene.

Aktion Courage e.V. - SOS Rassismus arbeitet seit 1992 daran, die zahlreichen Bürgerinitiativen, Vereine und Organisationen, die sich für ein friedliches und konstruktives Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen in Deutschland einsetzen, miteinander zu verbinden; dadurch soll auch in Deutschland, vergleichbar mit SOS Racisme in Frankreich, die Bewegung gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus über lokale Aktivitäten hinaus gesellschaftliche und politische Wirksamkeit erlangen.

Kontakt über die Homepage von SOS Rassismus

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