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Anthropologen wird der Begriff "Menschenrassen"
abgelehnt, da sie aus biologischer Sicht nicht existieren. Der
Begriff "Rasse" wird korrekt nur für Haus- und
Nutztiere verwendet, die gezielt auf einheitliche Merkmale
gezüchtet wurden und werden.
Aber die Menschen auf dieser Welt
sehen doch sehr verschieden aus - allein schon bei der Hautfarbe
sind die Unterschiede nicht zu übersehen. Genetiker haben
allerdings herausgefunden, dass unter der Haut alle Menschen
praktisch gleich sind. Zwei beliebige Menschen auf der Welt sind
zu 99,9 % identisch in ihrer Erbinformation. Und etwa 90 Prozent
aller Abweichungen lassen sich bei Personen der gleichen
Bevölkerungsgruppe nachweisen, d. h. die genetischen
Unterschiede zwischen zwei Mitteleuropäern können größer
sein als zwischen einem der beiden und einem beliebigen Menschen
aus Afrika oder Asien.
Woher kommen dann die
Unterschiede?
Vor rund 100000 Jahren begann der moderne Mensch von Afrika aus,
die Welt zu erobern. Damals sahen alle gleich aus:
dunkelhäutig, groß. Mit der Ausbreitung über die Erde
veränderten sich die Menschen, passten sich den neuen
Umweltbedingungen an. Das augenfälligste Merkmal, die Hautfarbe,
erklärt sich folgendermaßen: Jeder Mensch besitzt Pigmente
bildende Zellen (Melanozyten), die die Hautfarbe erzeugen. Diese
Pigmentierung der Haut muss in einem Balanceakt variieren, um
Nutzen und Schaden durch die UV-Strahlung ausgewogen zu halten.
Die dunkle Hautfarbe von Afrikanern hält mehr Strahlung ab, die
helle Haut eines Skandinaviers lässt mehr UV-Strahlung durch
(was z. B. wichtig ist für die Bildung von Vitamin D). Jede
Bevölkerungspopulation würde die Hautfarbe unter veränderten
Bedingungen anpassen. Würde Deutschland nach Afrika verlegt,
hätten die Menschen - der natürlichen Selektion überlassen -
innerhalb von 10.000 Jahren wieder eine schwarze Haut.
Der Körperbau passt sich genauso der Umwelt an: Afrikaner wie
die Massai können mit ihrer großen und schlanken Gestalt
besser ihren Körper kühlen, der gedrungene Körperbau der
Inuit dagegen ermöglicht, die in der Polarregion lebenswichtige
Körperwärme zu speichern. Die Lidfalte der Nordasiaten
resultiert aus erhöhter Fettablagerung im Oberlid - eine
isolierende Anpassung an die Kälte der mongolischen Steppen.
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GEO kompakt Nr. 4
Alles echte Germanen?
Jeder zehnte Deutsche hat nach
einer Schweizer Studie jüdische Vorfahren. Wie die “Bild am
Sonntag” berichtete, fanden Forscher des Unternehmens Igenea
in Zürich zudem heraus, dass lediglich sechs Prozent aller
Deutschen väterlicherseits germanischen Ursprungs sind. 30
Prozent stammen danach von Osteuropäern ab. Für die Studie
seien knapp 20.000 Genanalysen verglichen worden.
Die
moderne Genetik zeige die Unsinnigkeit des Rassismus auf, sagte
Imma Pazos, eine der Wissenschaftlerinnen. Alle Genanalysen
bewiesen, dass jeder Mensch unzählig viele Wurzeln habe und in
jedem ein “Mischmasch” stecke.
Quelle: http://www.npd-blog.info/
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