Antifaschistische Chronik für Nürnberg
Teil 2:  1945 - 1999

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20.11.45 Eröffnung des Internationalen Militärtribunals gegen die Hauptkriegsverbrecher (Nürnberger Prozesse). An 218 Verhandlungstagen rollte das Gericht das ganze Drama der finstersten Epoche deutscher und europäischer Geschichte auf. Die Überfälle auf Polen, Holland, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Norwegen, Jugoslawien, Griechenland und der als besonders heimtückisch angeprangerte Angriff auf die Sowjetunion kamen ebenso zur Sprache wie die Vernichtung von Millionen Juden, Russen, Polen und Menschen anderer Nationalitäten durch Foltern, Erschießen, Erschlagen, Aushungern, in Gaskammern und bei der Zwangsarbeit.
Die Alliierten hatten Berge von material zum Beweis vorgelegt, dass Adolf Hitler und seine Helfer weder ethische, rechtliche oder völkerrechtliche Grundsätze noch Verträge und Abkommen achteten, als sie ihre größenwahnsinnigen Pläne durchsetzen wollten.
Am Ende des Prozesses umfasste das Protokoll vier Millionen Wörter in 22 Bänden mit 16000 Seiten. Das Gericht hörte 240 zeugen, nahm 300000 eidesstattliche Erklärungen entgegen und 5330 Dokumente zu den Akten.
15.01.46 Vertreter verschiedener Parteien und aus den Gewerkschaften bilden in Nürnberg ein antifaschistisches Aktionskomitee.
10.03.46 Veranstaltung für die Opfer des Faschismus im Opernhaus
25.05.46 Der Wodanplatz wird in "Platz der Opfer des Faschismus" umbenannt.
26.05.46 Die ersten Stadtratswahlen in Nürnberg finden statt. Die SPD erhält über 45 % der Stimmen, die KPD fast 10 %.
17.10.46 Der Nürnberger Prozess endet mit der Hinrichtung der zum Tode verurteilten Kriegsverbrecher. Es gibt noch eine Reihe von Nachfolgeprozessen gegen Industrielle, Militärs, Ärzte, Juristen, Angehörige des Auswärtigen Amtes und andere. Die Verfahren finden in Nürnberg vor amerikanischen Militärgerichten, in Rastatt vor französischen und in Lüneburg vor britischen Gerichten statt. Das letzte Urteil ergeht in Nürnberg im April 1949 im so genannten Wilhelmstraßen-Prozess, in dem vor allem Mitglieder der Reichsregierung angeklagt waren.
26.03.47 Bombenattentat auf die Betreuungsstelle der Opfer des Faschismus (Äußere Bayreuther Str. 25); mit Demonstrationen und Streiks wird daraufhin ein härteres Vorgehen gegen Nazis gefordert.
02.10.49 Gründung der rechtsradikalen "Sozialistischen Reichspartei"
23.10.52 Verbot der rechtsradikalen "Sozialistischen Reichspartei"
10.02.65 Der NPD-Kreisverband Nürnberg wird gegründet
03.03.66 Die NPD führt in der Meistersingerhalle eine Kundgebung durch, das Verbot durch die Stadt Nürnberg wurde von den Gerichten aufgehoben.
12.03.66 Mit Trommeln und Fackeln ziehen 350 Nazis von der Insel Schütt zum Hauptmarkt, dort findet eine Kundgebung der NPD statt.
13.03.66 Die NPD erhält bei den Kommunalwahlen in Nürnberg 3 Stadtratsmandate (7,5 %).
24.09.66 Kundgebung der NPD mit ca. 2000 Teilnehmern auf dem Hauptmarkt. Weitere Veranstaltungen in der Alten Messe und in der Meistersingerhalle folgen.
10.05.67 6.000 Menschen demonstrieren gegen eine geplante NPD-Veranstaltung in der Messehalle, die Halle selbst wurde von der Stadt den Nazis nicht geöffnet, 2500 Nazis mussten draußen bleiben. Die NPD klagte daraufhin erfolgreich gegen die Stadt wegen Schadensersatz für das ausgefallene Treffen.
Im gleichen Jahr fand eine weitere Veranstaltung der NPD in der Meistersingerhalle statt, ca. 200 Antifaschisten störten die Rede des NPD-Vorsitzenden und wurden massiv von den NPD-Ordnern angegriffen.
Juni 68 Bei einer NPD-Veranstaltung in der Messehalle kam es zu einer regelrechten Saalschlacht, als Antifaschisten die Veranstaltung störten.
10.05.69 Gedenkfeier der VVN an den Massengräbern der sowjetischen Kriegsgefangenen auf dem Südfriedhof.
26.09.69 15.000 Demonstranten verhindern eine NPD-Kundgebung auf dem Egidienberg. Die NPD wollte ursprünglich auf den Hauptmarkt, dies wurde von der Stadt nicht genehmigt.
17.06.70 Bei einer NPD-Kundgebung auf dem Hauptmarkt werden Gegendemonstranten von NPD-Ordnern zusammengeschlagen.
17.06.73 Ca. 400 NPD-Anhänger demonstrieren von der Meistersingerhalle zur Lorenzkirche, 13 Gegendemonstranten werden vorläufig festgenommen.
1973/74 Karl-Heinz Hoffmann gründet eine rechtsradikale Wehrsportgruppe., erst 1980 wird diese verboten. 1978 hatte diese Gruppe bundesweit ca. 400 Mitglieder.
26.09.80 Faschistischer Bombenanschlag auf das Oktoberfest in München, 13 Menschen sterben, 219 zum Teil schwer Verletzte. Der Täter Gundolf Köhler war Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann, bis heute (Stand 2010) gilt er als "Einzeltäter" trotz vieler Hinweise, dass er die Tat nicht allein begangen hat.
19.12.80 Der jüdische Verleger Shlomo Levin und seine Partnerin werden in Erlangen von einem Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann (Uwe Behrendt) erschossen. Auch hier ist die These vom Einzeltäter sehr umstritten und unglaubwürdig.

Nachtrag 1980: Ku-Klux-Klan-Methoden in Mittelfranken. Im März beschwerten sich zwei in Mittelfranken stationierte Afro-Amerikaner bei einem Taxifahrer, der sie nachts eine andere Strecke als üblich zurück in die Kaserne fuhr. Sie bezahlten die bisherige Fahrt und stiegen in ein anderes Taxi um. Dieses bog kurz vor Erlangen in einen dunklen Weg ein, mehrere andere Taxis waren gefolgt. Sie zogen die beiden aus dem Taxi und verprügelten sie. Nachdem ihnen die Flucht gelang, stellten sich die acht Taxis nebeneinander auf und leuchteten mit ihren Scheinwerfern die Landschaft aus. Einer der beiden konnte sich in die Kaserne retten, der andere wurde von einem Taxi angefahren. Selbst die Tatsache, dass er sich in die Raststätte retten konnte, nutzte ihm nichts. Die Taxifahrer, eine Frau und acht bis zehn Männer, stürmten den Gastraum und er wurde hinausgezerrt. Draußen traten sie ihn, wo sie ihn gerade treffen konnten. Dann riss einer den Zapfschlauch aus der Säule und rief: "Den zünden wir an, der hat's verdient". Eine junge Frau schrie die rassistischen Täter an, sie sollen damit aufhören; diese verschwanden, als die Polizei anrückte.
Sechs Wochen später wurde Anklage erhoben. Das Gericht stellte fest, dass die Jagd auf die GIs alle Merkmale von Lynchjustiz trug und verurteilte die Täter zu Strafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr - allerdings ausgesetzt zur Bewährung.

24.06.82 Der Neonazi Helmut Oxner (auch ein Sympathisant der Wehrsportgruppe Hoffmann) erschießt in der Königstraße drei Menschen und verletzt drei weitere. Oxner war - auch der Polizei - als Nazi bekannt, Verfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes wurden aber eingestellt. Bei seiner Tat schoss er gezielt auf Ausländer, sein erstes Opfer war ein Amerikaner vor der Diskothek "Twenty Five", in der Diskothek erschoss er einen weiteren Amerikaner und verletzte eine Koreanerin sowie einen Kellner türkischer Abstammung, Wieder auf der Straße setzte er seinen Amoklauf mit den Worten "Ich schieße nur auf Ausländer" fort und erschoss einen Ägypter, ein Lybier wurde schwer verletzt. Er tötete sich anschließend selbst.
Trotz der bekannten Verbindungen zur Wehrsportgruppe wurde auch dies wieder als Tat eines einzelnen dargestellt ohne die Verbindungen zu der rechtsextremen Szene zur Kenntnis zu nehmen.
09.03.84 Trotz massiver Proteste, u. a. vom DGB und der Jugendorganisation "SJD-Die Falken" darf die NPD eine Veranstaltung in der Aula des Scharrer-Gymnasiums abhalten. Den ca. 70 Nazis stehen 500 Antifaschisten gegenüber.
23.11.86 Protestaktion gegen eine Veranstaltung der FAP im Fleischerhaus (Bauerngasse).
28.03.87 Demonstration gegen den Parteitag der "Republikaner" in Nürnberg
01.02.89 Proteste gegen eine Veranstaltung der "Republikaner" im Stadtparkrestaurant. Der von Antifaschisten blockierte Eingang wurde von der Polizei frei gemacht.
20.12.91 Die Stadt Nürnberg, die Kirchen, Kammern und Gewerkschaften haben eine Erklärung gegen Fremdenfeindlichkeit herausgegeben.
15.02.92 In der Nähe der Unterkunft für Asylbewerber in Schafhof explodiert ein Sprengkörper.
22./23.08.92 In Rostock/Lichtenhagen wird eine Asylbewerberunterkunft unter dem Beifall von 1000 Schaulustigen in Brand gesteckt. Wenige Tage später findet wegen dieser Übergriffe eine Mahnwache vor der Lorenzkirche in Nürnberg statt.
In Nürnberg gießt ein 53-jähriger Buchhalter aus Ausländerhass Benzin in das Treppenhaus eines Nürnberger Asylbewerberheims. Verletzt wird bei diesem Brand niemand.
03.10.92 20.000 Menschen demonstrieren auf dem Hauptmarkt gegen Fremdenhass und Rassismus.
23.11.92 Brandanschlag in Mölln auf ein Wohnhaus, das von türkischen Familien bewohnt wird. 3 Kinder werden getötet, mehrere Menschen verletzt.
25.11.92 4.000 Menschen nehmen an einer Kundgebung vor der Lorenzkirche gegen Ausländerhass teil. Die Mitarbeiter/innen von Grundig legen für eine halbe Stunde die Arbeit nieder, um gegen die Anschläge zu protestieren.
05.12.92 Bayerische Kommunalpolitiker/innen gründen in Nürnberg ein Bündnis gegen Rechtsextremismus.

In Nürnberg/Ziegelstein findet ein Schweigemarsch gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus statt.

17.12.92 100.000 Menschen bilden um die Altstadt eine Lichterkette als Protest gegen die Anschläge auf Ausländer in Deutschland.
29.05.93 In Solingen sterben fünf Menschen bei einem Brandanschlag auf ein von Türken bewohntes Haus. 600 Menschen demonstrieren vor der Lorenzkirche gegen diesen Anschlag.
03.06.93 2.000 Menschen demonstrieren vor der Lorenzkirche gegen Naziterror und Ausländerfeindlichkeit.
14.11.93 Bei der offiziellen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag entrollen NPDler ein Transparent "Wir trauern um ... die gefallenen Helden von Wehrmacht und Waffen-SS". Die Gedenkfeier wird von OB Schönlein nicht unterbrochen.
März 94 Der Landtagsabgeordnete der Grünen Hans Günther Schramm wird von einem 15jährigen bedroht, als er Nazi-Aufkleber entfernt.
30.04.94 Jüdische Mitbürger in Nürnberg erhalten im April amtlich aussehende Briefe, in denen auf ihre bevorstehende Deportation hingewiesen wird. Ähnliche Schreiben gehen an Asylbewerber.

Eine Wahlkundgebung der "Republikaner" vor der Lorenzkirche wird von 2.000 Antifaschisten de facto verhindert.

20.05.94 Desgleichen geschieht mit einer Kundgebung des österreichischen Rechtsradikalen Haider auf dem Jakobsplatz.
20.08.94 Demonstration gegen ein Nazi-Schulungszentrum in der Pirckheimer Straße.
10./24. März 96 Die SPD verliert die Kommunalwahl in Nürnberg. Ohne eigene Mehrheit übernimmt die CSU die kommunale Verantwortung, es gibt bereits erste Befürchtungen, dass die rechtsextremen REPs als Mehrheitsbeschaffer dienen könnten.
Sommer 1996 Durch aufmerksame Mitarbeiter eines Fotolabors wird eine Nazi-Feier bei der Nürnberger Bereitschaftspolizei bekannt. Das ganze wird von den zuständigen Stellen vertuscht und als "Spaß" hingestellt.

Nachdem eine Gruppe von Rechtsradikalen um den Vorsitzenden des "Freiheitlichen Volks Block" Thomas Scharf bereits 1995 anlässlich der Ziegelsteiner Kirchweih türkische Jugendliche angegriffen hat, eskalieren die Ereignisse dieses Jahr. Zur Eröffnung der Kirchweih werden mehrere Skins verhaftet.

Organisiert haben sich diese Nazis im Brauchtumsverein, zunächst geduldet durch den CSU-Bezirksrat Vogel (Vorsitzender des Brauchtumsvereins), der die neonazistische Weltanschauung dieser Gruppe als "Privatsache" verharmlost.

21.09.96 In Ziegelstein findet eine antifaschistische Demonstration statt, die sich gegen den Naziterror des FVB richtet, unter dem dieser Stadtteil schon länger zu leiden hat.

Der "Freiheitliche Volks Block" verteilt in der Folge Flugblätter an die Haushalte, in denen politischen Gegnern massiv gedroht wird (wörtliches Zitat: "Dann nimm Dich in acht vor uns!"), verantwortlich auch hier wieder Thomas Scharf.

02.11.96 Der Auftritt der NPD vor der Noris-Halle gegen die Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht wird von einer antifaschistischen Gegenkundgebung nahezu unmöglich gemacht. Im Anschluss kommt es zu Polizeiübergriffen gegen Antifaschisten.

In Nürnberg findet im Herbst ein Kongress der "Ärzte gegen den Atomkrieg" statt, der sich mit den Verbrechen der Nazi-Ärzte im "Dritten Reich" befasst. Erst unter großem Druck beendet die Nürnberger CSU ihre Stimmungsmache gegen diesen Kongress und OB Scholz lässt sich doch noch herab, bei der Eröffnung anwesend zu sein.

Nov 96 Die CSU beschließt den Nürnberger Haushalt mit den Stimmen der "Republikaner". Der CSU-Fraktionsvorsitzende rechnet diese rechtsextreme Partei in seinem Schlusswort zur "bürgerlichen Mitte".

Gleichzeitig hetzt ein CSU-Nachwuchsstar in der Nürnberger CSU-Zeitung gegen Grüne, Jusos, SPD und Ausländerbeirat und bezeichnet diese als "staatsfeindlich", weil sie sich kritisch mit den Todesschüssen einer jungen Polizistin auf einen Griechen vor dem KOMM auseinandergesetzt haben.

Nov 96 Die VVN-BdA Nürnberg verhindert erfolgreich, dass die NPD über einen Nürnberger Provider unter der Adresse "npd.de" im Internet erreichbar ist, die NPD muss zu einem amerikanischen Provider ausweichen.
März 97 Eine Kundgebung von ca. 5.000 Faschisten am 1. März gegen die Wehrmachtsausstellung in München wird von mehr als 10.000 Gegendemonstranten verhindert. Im Vorfeld dieses Nazi-Aufmarsches bildete sich eine Koalition von NPD bis hin zu CSU-Gauweiler und CDU-Dregger gegen die Wehrmachtsausstellung.
Der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans Jochen Vogel schreibt in einem "Offenen Brief" u. a.: "Wer sich so äußert, wer sich so verhält, wie das der augenblickliche Vorsitzende der Münchner CSU getan hat, der sollte seine politische Heimat bei der NPD suchen. An der Spitze einer demokratischen Partei hat er nichts mehr verloren..."

Der Vorstadtverein und Teile der CSU, darunter auch Stadträte, wollen den "Platz der Opfer des Faschismus" wieder in "Wodanplatz" umbenennen. SPD-Stadtratsfraktion und PDS wehren sich dagegen, die Nürnberger Medien berichten ungewohnt kritisch über diesen CSU-Vorstoß. Oberbürgermeister Scholz (CSU) erklärt schließlich, dass für ihn eine Umbenennung nicht in Frage komme.
Menschen, die sich öffentlich gegen eine Umbenennung aussprechen, werden bedroht (NN v. 29.03.97).

Der faschistische "Freiheitliche Volksblock" des Thomas Scharf dehnt seine Aktivitäten von Ziegelstein in die Nordstadt aus. Das Auftauchen von ausländerfeindlichen Flugblättern (vor Schulen) und Aufklebern sorgt für Aufregung, eine Stadträtin der Grünen will Anzeige wegen Volksverhetzung erstatten. (Pressemeldungen der 13. KW)
Es gab in den letzten Monaten von Seiten des FVB massive Drohungen und bereits auch Angriffe gegen Antifaschisten.

April 97 Die CSU arbeitet im Rathaus immer enger mit den von ihr zur "bürgerlichen Mitte" gezählten rechtsextremen REPs zusammen: "Der schwarz-braune Pakt im Rathaus ... hat sich offen etabliert" schreibt eine Tageszeitung und fährt fort: "Wachen die Demokraten im Rathaus nicht auf, dann steht zu befürchten, dass Schwarz-Braun gar zum Markenzeichen Nürnberger Stadtpolitik wird."
Mai 97 Der Versuch der Nazis, einen bundesweiten Aufmarsch am 1. Mai in Leipzig zu organisieren, schlägt fehl. Die Kundgebung wird ebenso wie alle möglichen Ersatzveranstaltungen verboten, die Polizei geht bundesweit konsequent gegen jeden Ansatz einer rechtsradikalen Versammlung vor.

Juni 97

Am ersten Juni-Wochenende wird eine Nazi-Versammlung mit ca. 50 Teilnehmern im Treffpunkt des "Freiheitlichen Volksblock" ("Bamberger Hofbräu") nach Beschwerden aus der Nachbarschaft von der Polizei aufgelöst.

Juli 97

Die Stadt Nürnberg vergibt Ehrenbürgerwürden. U. a. an Karl Diehl. Die Vergangenheit dieses (Rüstungs-)Fabrikanten, der Häftlinge eines Außenlagers des KZ Flossenbürg für sich arbeiten ließ, wurde dabei von den Verantwortlichen unberücksichtigt gelassen. Unterstützt wurde die von der CSU vorgeschlagene Ernennung Diehls zum Ehrenbürger auch von der IG Metall und den Betriebsräten der Diehl GmbH.

August 97

Oberbürgermeister Ludwig Scholz hat seinen Pressesprecher entlassen müssen. Der Grund: Ein "Wolgadeutscher" namens Adolf Bersch hat ein Buch veröffentlicht. Unter dem Titel "Zwischen Leiden und Hoffen - das Schicksal eines Wolgadeutschen" schreibt dieser u. a., dass Hitlers "Mein Kampf" "...viel wertvolles" enthalte. Wörtlich: "Das war nicht nur damals, das ist auch heute noch aktuell".
Als sei dies nicht schon Skandal genug, hat an diesem Buch der Pressesprecher der Stadt Nürnberg Wolfgang Hübner (CSU) mitgewirkt.

Die Aufmärsche der alten und neuen Nazis anlässlich des 10. Todestages von R. Hess wurden bundesweit von der Polizei unterbunden. Es gab über 400 Festnahmen. In Nürnberg mit dabei: Thomas Scharf vom "Freiheitlichen Volks Block".
Am Sonntag, den 17. August demonstrierten über 1000 Menschen in Nürnberg gegen alte und neue Nazis. Aufgerufen dazu hatte ein breites Bündnis von Jusos, Gewerkschaftsjugend über PDS, Grüne und VVN-BdA bis hin zu den Autonomen.

September/Oktober 97 Alte und neue Nazis versuchen immer intensiver, Mittelfranken zu ihrem Aufmarschgebiet zu machen. So schreiben am 1. Oktober  die "Nürnberger Nachrichten":
"Neonazis in Herzogenaurach schlagen, scheinbar grundlos, ihnen
missliebige Bürger zusammen. Skinheads prügeln in Neunkirchen am Brand (Landkreis Forchheim) wiederholt auf friedfertige Punks ein, weil sie ihnen als Ungeziefer ("Zecken") gelten. Einwohner von Adelsdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt) skandieren bei einer Lichterdemonstration gegen einen "verehrten" Altnazi "Juden raus!" und "Euch hat man vergessen zu vergasen!". Die rechte Szene macht mobil, unbescholtene Bürger entpuppen sich als reaktionärer Mob..."

... und in Hamburg scheitert die rechtsradikale DVU bei den Wahlen zum Senat nur knapp an der 5%-Hürde, zieht aber in verschiedene Bezirksvertretungen ein. Insgesamt erhalten alle rechten Organisationen  ca. 10 Prozent der Stimmen! Und sie werden aufgrund dieses Wahlergebnisses Millionen an Wahlkampfkostenerstattung  kassieren...

Oktober 97

Am 11./12. Oktober versuchen verschiedene rechte Gruppen in Thüringen Anti-Antifa-Demos zu organisieren. Die Aktionen werden verboten, ein großes Polizeiaufgebot geht aber auch massiv gegen Teilnehmer der teilweise ebenfalls verbotenen   antifaschistischen Demonstrationen, die u. a.  vom  DGB angemeldet waren, vor.

November 97

Nach einem Fernsehbericht, in dem ehemalige ZwangsarbeiterInnen der Firma Diehl zu Wort kamen, ist die Diskussion um die Ehrenbürgerschaft des K. Diehl neu entflammt. Die Stimmen, die eine Aberkennung der Ehrenbürgerschaft verlangen, werden immer mehr. Die Familie und Firma Diehl - unterstützt von der CSU-Fraktion im Rathaus - sieht bis jetzt dagegen keinen Grund, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen berichten übereinstimmend von
Misshandlungen durch die Meister. Einmal pro Woche wurde - ebenfalls durch die Meister der Firma Diehl - selektiert: wer die Stückzahl nicht schaffte kam nach Auschwitz.

Dezember 97

Die Diskussion um die Ehrenbürgerschaft Karl Diehls geht weiter. Oberbürgermeister Scholz "hat mit seiner Erklärung (...) erneut jede Sensibilität für Nürnbergs Vergangenheit vermissen lassen... Der Oberbürgermeister vergisst schlichtweg, dass Nürnberg ... nicht nur an seinen glanzvollen Leistungen der Wiederaufbauzeit, sondern gerade auch an seiner Rolle im Dritten Reich gemessen wird." schreibt die NN am 11. Dezember. Ergebnis der Stadtratssitzung am 10.12.: Diehl behält seine Ehrenbürgerwürde, nur Bündnis 90/Die Grünen, die SPD und der Stadtrat der "Guten" stimmten für eine Aberkennung.
Inzwischen traf Sohn Werner Diehl in Israel mit überlebenden Zwangsarbeiterinnen zusammen und hat die Zahlung von "freiwilliger Hilfe ohne Rechtsanspruch" angeboten.
Die Behauptung Diehls,
dass der Einsatz von Zwangsarbeitern vom Nazi-Regime verlangt worden sei, wird inzwischen immer unglaubwürdiger. Der Bochumer Historiker Grieger, der zu diesem Thema geforscht hat: Es gebe keinen Hinweis, dass ein Unternehmer verfolgt, ins KZ geworfen oder erschossen worden wäre, weil er keine Zwangsarbeiter anforderte.
Diehl hat seinerseits den Berliner Historiker Wolfgang Benz mit der Untersuchung der Rolle der Firma Diehl im Dritten Reich beauftragt.
Daniel Jacoby, der Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung der Ligen für Menschenrechte, und Dani Karavan, der die "Straße der Menschenrechte" geschaffen hat, wollen als Konsequenz ihre weitere Teilnahme in der Jury des Nürnberger Menschenrechtspreises überdenken.
06.12.97 Der Kreisverband Nürnberg der VVN-BdA übergibt in Happurg die seit Sommer gesammelten Unterschriften für die Anbringung einer Gedenktafel an der Houbirg an die bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Anne Voget. Als weitere Erstunterzeichner des Aufrufes waren Horst Schmidbauer MdB (SPD) und die Nürnberger SPD-Stadträtin Erika Faul anwesend.
In den dortigen Bergwerksstollen wurden während des Nazifaschismus mehr als 3.000 KZ-Häftlinge durch Zwangsarbeit, Hunger, Krankheiten und Folter getötet.
04.01.98 Ca. 50 Anhänger des "Freiheitlichen Volks Block" demonstrierten in Nürnberg unter dem Motto: "Vorsicht - Linksextremisten in Nürnberg - Gegen linke Gewalt". Es gab am Rande der Kundgebung dieser Neonazi-Organisation eine Festnahme.
13.01.98 Die NN meldet heute: "Dreister Raubüberfall mit ausländerfeindlichem Hintergrund: Zwei Männer aus Sri Lanka sind in der Straßenbahnlinie 6 angepöbelt, geschlagen und ausgeraubt worden...
Die Täter, drei Männer und zwei Frauen, konnten flüchten...
Nachdem sie ständig ausländerfeindliche Parolen gegrölt hatten, ... schlugen die Täter auf sie ein, nahmen ihnen den Schmuck ab und machten sich davon.
Die Polizei ermittelt wegen Raub, Beleidigung und Volksverhetzung."

27.01.98

In Schwabach wird ein Schulrektor und CSU-Mitglied von Neonazis bedroht, weil er nicht geschwiegen hat zur rassistischen Propaganda, die an seiner Schule von Skins und anderen rechten Schülern betrieben wird. In einem Rundschreiben an die Eltern der Schüler hatte er deutlich gemacht, dass er "Kahlköpfe" nicht mehr dulden werde und dass er nicht zu den Schulleitern gehöre, die solche Bewegungen ignorieren. Gegen die rassistische Hetze setzte er positive Aussagen über Ausländer. Das Innenministerium meint dazu, der Schulleiter hätte sich in seinen Äußerungen "in der einen oder anderen Formulierung zurückhalten können".
März 98 Und wieder schwarz-braune Verbindungen:  Der Geschäftsführer der Nürnberger CSU-Stadtratsfraktion Michael Kaiser trat im Februar 98  als Referent bei der rechtsextremen "Freien Deutschen Sommerakademie" auf. Er referierte dort über seine Erfahrungen als Sanitätsoffizier bei Einsätzen in Kambodscha und Ruanda.
1. April 98 Vor einer Erlanger Diskothek greifen 15 Skinheads andere Gäste an.
18. April 98 In Schwabach wird ein Türke von Skinheads zusammengeschlagen.
26. April 98 In Nürnberg wird eine Frau, die mit einem Farbigen spazierenging, von Skins beleidigt und angegriffen.
23. Mai 98 Von der Polizei gefasst wurden zwei 20 und 23 Jahre alten 'Glatzen', die in der Pillenreuther Straße/Nürnberg nachts einen Schwarzen niederschlugen und noch nach ihm traten, als er bereits am Boden lag.
Juni 98 Sehr spät, aber doch noch hat der kürzlich zum Nürnberger Ehrenbürger ernannte Karl Diehl ein Einsehen mit den ehemaligen Zwangsarbeiterinnen: er hat einen Fond eingerichtet, aus dem die 250 noch lebenden Frauen pro Häftlingsmonat DM 1.000 bekommen.
28. Juni 98 Die Auseinandersetzung um Diehls Ehrenbürgerschaft ist noch nicht beendet: inzwischen wurde bekannt, dass im Nürnberger Stadtarchiv amerikanische Dokumente aufgetaucht sind, aus denen hervorgeht, dass Diehl noch mindestens bis 1949 die rechtsradikale Partei "Der Deutsche Block" finanziert hat. Außerdem gebe es Hinweise, dass Diehl nach dem Krieg wiederholt "alte Kameraden" unterstützt haben soll.
29. Juni 98 Eine Politiker-Delegation aus der französischen Partnerregion Limousin, die sich anlässlich der Europapreis-Verleihung für den Bezirk Mittelfranken in Nürnberg aufhielt, wurde am Freitag, 26. Juni in Nürnberg von Skinheads angegriffen.
Die Delegation, die sich in Begleitung mittelfränkischer Bezirksräte befand, wurde mit Flaschen und Dosen beworfen und konnte sich weiteren direkten Angriffen nur durch Flucht entziehen.
4. Juli 98 In Nürnberg soll eine - seit langem hier lebende und integrierte - vietnamesische Familie abgeschoben werden. Zahlreiche Einzelpersönlichkeiten und Verbände setzen sich für diese Familie ein. Vom Nürnberger Oberbürgermeister Scholz stammt in diesem Zusammenhang die Äußerung, man könne das Gesetz nicht für diese Familie  uminterpretieren: "Morgen kommen dann Klabuffke und Kaputzke oder weiß der Teufel wer". Den einzigen Ausweg für die verzweifelte Familie sieht er lt. NN vom 4. Juli darin, dass diese Familie freiwillig nach Vietnam ausreist. Von der SPD-Stadtratsfraktion wurden die Äußerungen des OB als "Stammtischparolen" kritisiert.

Nach Herzogenaurach und Schwabach entwickelt sich im Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen nun auch Eckental zu einem Treffpunkt rechtsradikaler Skins. Die "Neuen Eckentaler", wie sich die aus ca. 35 Personen bestehende Gruppe selbst nennt, trifft sich allabendlich auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Auch gewalttätige Übergriffe gab es schon: so wurde u. a. ein 16-jähriger auf der Eckenhaider Kirchweih von diesen Skins krankenhausreif geschlagen.

6. September 98 Etwa 700 Menschen haben gestern in Nürnberg eine Wahlkundgebung von etwa 20 NPD-Anhängern erfolgreich verhindert.
24. November 98 Gegen eine Gruppe von Skins hat die Nürnberger Polizei Ermittlungen eingeleitet. Nachdem die Neonazis zuerst in einem Lokal im Stadtteil Lichtenhof rechtsradikale Lieder gesungen und "Sieg-Heil" gerufen hatten, wurden sie aus dem Lokal verwiesen. Kurz danach wurde die Gruppe in der Innenstadt festgenommen. Ermittelt wird u. a. wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

30. Januar 99

Heute hat die CSU auch in Nürnberg ihre bundesweite Unterschriftensammlung gegen die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts gestartet. Mit dabei am Infostand: stadtbekannte NPD-Funktionäre!
SPD, Grüne und FDP haben inzwischen mehrfach beim Oberbürgermeister Scholz (CSU) erfolglos dagegen protestiert,
dass auch im Rathaus Nürnbergs von der CSU Unterschriften gesammelt werden. Scholz ist  der Meinung, dass auf die Vergangenheit Nürnbergs als "Stadt der Reichsparteitage" und auf die wieder anstehende Verleihung des Menschenrechtspreises keine Rücksicht genommen werden muss.

4. Februar 99

Zu 9 Monaten Gefängnis (mit Bewährung) wegen Volksverhetzung wurde in Nürnberg ein 24-jähriger verurteilt. Außerdem muss er DM 8.000,-- an Amnesty International zahlen. Grund der Verurteilung: in einer als Treffpunkt der rechtsradikalen Szene bekannten Gaststätte fand ein "Liederabend" statt, dort trat der Angeklagte mit volksverhetzenden Liedern auf.

8. Februar 99

In verschiedenen Nürnberger Schulen und am Bildungszentrum sind in den letzten Tagen Flugblätter mit ausländerfeindlichem Inhalt aufgetaucht.

27. Februar 99

Gestern haben zwei Skinheads am Weißen Turm in Nürnberg einen ausländischen Mitbürger zusammengeschlagen. Durch das schnelle Eingreifen zweier Kaufhausdetektive konnten sie der Polizei übergeben und damit Schlimmeres verhindert werden.

5. Juni 99

Nur gegen massiven Widerstand und mit Hilfe eines großen Polizeiaufgebots konnte die NPD in Nürnberg mit etwa 60 - 80 Teilnehmern eine Kundgebung zur Europawahl durchführen.

Juni 99

Die Finanzierung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände ist gesichert - allerdings wird sich lt. einer dpa-Meldung die Fertigstellung verzögern.

August 99

Und wieder "Ehrenbürger Diehl": Inzwischen liegt das Gutachten über Diehls Aktivitäten während der Nazizeit vor - es wurde von seiner Familie selbst in Auftrag gegeben. Veröffentlicht wurde allerdings nur eine Zusammenfassung, nicht das gesamte Gutachten.
Die SPD-Stadtratsfraktion erklärt in einer Presseerklärung u. a. dazu:
"Es ging und geht für uns allein darum, ob ein in die damaligen Ereignisse zutiefst verstrickter Mann (...) Ehrenbürger der Stadt Nürnberg sein kann. Dies haben wir aufgrund der damals vorliegenden Erkenntnisse verneint. Das nunmehr vorliegende Gutachten ändert daran nach unserer Auffassung nichts. (...) Folgt man dem Tenor der Diehl-Presseerklärungen zur Veröffentlichung der Ergebnisse des Benz-Gutrachtens, steht zu befürchten,
dass innerhalb der Familie eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Vaters bis zum heutigen Tag nicht stattgefunden hat."

18.09.99

Kurz vor der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg haben zwei Mitglieder der Jury eine Erklärung zur Ehrenbürgerschaft Karl Diehls veröffentlicht. Ihren Verbleib in der Jury machten sie davon abhängig, dass die Stadt Nürnberg diese Erklärung veröffentlicht.

11.10.99

Die von der VVN-BdA lange geforderte Umgestaltung des Platzes der Opfer des Faschismus bekommt ein Gesicht. Der Baureferent der Stadt Nürnberg, Dr. Walter Anderle schlägt einen Platz mit zentralem Gedenkstein und pflanzlicher Umrahmung vor.
Der Bürgerverein bleibt weiterhin bei seiner Forderung, den Gedenkstein zu verlegen und den Platz in "Wodanplatz"(!) umzubenennen; die   Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS) will die Erweiterung auf die Opfer des Stalinismus. Beide Vorschläge werden abgelehnt.

17.11.99

In der Stadt Nürnberg - die sich selbst immerhin als "Stadt der Menschenrechte" sieht - wurde eine Iranerin gegen ihre religiöse Überzeugung gezwungen, ein Kopftuch zu tragen, um das für ihre Abschiebung vom Iran geforderte Passbild zu erstellen.
In einer Pressemitteilung schreibt die VVN-BdA dazu:
"Es wäre den Vollstreckern gut zu Gesicht gestanden, sich gegen dieses Prozedere zu wenden und nein zu sagen. Stattdessen tut man seine Pflicht in der Stadt der Menschenrechte. Diesen Fall werden wir erneut den Mitgliedern im Ausschuss des Menschenrechtspreis weiterleiten, damit dort bald erkannt wird, dass Nürnberg nicht erst seit Diehl eher zur Stadt der Menschenverachtung mutiert."

12.12.99

Die Diskussion um die Entschädigung der während der Nazidiktatur in Deutschland beschäftigten Zwangsarbeiter geht auch nicht spurlos an der Stadt Nürnberg vorbei:
So ist das Stadtarchiv tätig geworden und kann die Beschäftigung von etwa 29.000 Zwangsarbeitern in Nürnberg aktenmäßig nachweisen, ca. 1.028 davon waren bei der Stadt Nürnberg beschäftigt. Die realistische Zahl dürfte etwa drei mal so hoch sein.   Hinzu kommen noch 1.415 Kriegsgefangene, die ebenfalls ab 1940 bei der Stadt beschäftigt waren.
Die Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Bündnis90/Die Grünen erklärten inzwischen, dass sich die Stadt dieser Verantwortung nicht entziehen dürfe. Ungeklärt ist noch die Art und Weise der Entschädigung.

Vom 3. - 27. Oktober führte bereits die VVN-BdA im Kulturladen Nord (KUNO) eine   Ausstellung "Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Nürnberg und Nordbayern" durch, die von mehreren hundert Besuchern gesehen wurde, darunter einige Schulklassen.

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verantwortlich: © Rüdiger Löster, Nürnberg
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